Erotik im Büro…

Ich kann mich nur noch grau daran erinnern, wie ich an diesen Termin gekommen bin. Meine Wenigkeit, das ist die Yvonne, von Beruf Vertreterin in Sachen Büromöbel. Manche sagen von mir, ich sähe recht attraktiv aus, doch das überlasse ich den anderen. Auch wenn ich immer mal ein wenig mit mir selbst spiele, muß das ja nicht gleich in Narzissmus ausarten. Ich glaube, man hatte mir aus der Aquise einen Zettel in letzter Minute gereicht, auf dem stand, daß ich bei einer Baufirma am nächsten Tag nachmittags einen Termin hatte. Ansprechpartner war ein gewisser Herr Specht.
Mehr stand da nicht und ich weiß noch, daß ich mich darüber ein wenig geärgert hatte. Wie auch immer, jedesmal, wenn ich einen wichtigen Termin hatte, ließ ich mir an diesem Tag viel Zeit, bummelte aus und machte mich so frisch wie ich für das Gespräch sein mußte. Ich entbehrte auch nicht die schwarzen Nylons mit dem passenden Strapsgürtel unter dem kurzen, roten Rock und die hochhackigen Schuhe.
Ich entschied mich für eine schwarze Bluse und einen weißen Baumwollblazer. Es war doch schon recht kühl um diese Jahreszeit, der Sommer hatte sich bereits verabschiedet. Trotzdem war es noch warm genug, daß ich mich in mein altes offenes schwang und mir den Fahrtwind um die Nase wehen ließ. Das war immer noch das Schönste, wenn ich zur Arbeit fuhr. In meinem Büro angekommen schnappte ich mir meine Unterlagen, legte mir noch ein wenig Eau de Toilette auf und machte mich auf dem Weg zum Kunden. 

Die Firma lag in einem Gewerbegebiet, daß so schmuddelig war wie meine elegante Erscheinung hier fehl am Platz. Trotzdem setzte ich mein geschäftsmäßiges Lächeln auf und schwebte zum Empfang. Ich stellte mich vor und gab meine Karte ab. Man vertröstete mich einen Moment und bat mich dann, den Gang entlangzugehen und die letzte Türe rechts zu betreten. Die Perle am Empfang hatte kurz mit meinem Gesprächspartner gesprochen und dabei war mir etwas mulmig geworden, als ich kurz diese Stimme hörte. Irgendwie kam sie mir bekannt vor, aus weiter Vergangenheit wieder hervorgeholt, doch ich wußte nicht, wo ich sie hinstecken sollte. Nun ja, ich würde schon sehen, wem sie gehörte. Ich ging zur Tür, blieb, von der Empfangstante beobachtet kurz davor stehen und zog mir noch mal den Rock zurecht.
Dann öffnete ich die Tür, setzte mein strahlendstes Lächeln auf….und gefror. Mein Gegenüber, der mir bereits die Hand entgegengesetzt hatte, war Bernd. Mit Bernd hatte ich bereits vor Jahren mal ein sehr leidenschaftliches Verhältnis gehabt, doch irgendwie waren unsere Wege auseinandergelaufen und wir hatten uns aus den Augen verloren. Doch nun stand er mir wieder gegenüber, als Geschäftsführer dieser Baufirma. Ich war vollkommen vor den Kopf gestoßen, weil ich ihn so nicht in Erinnerung behalten hatte.
Nicht in diesem legeren, aber piekfeinen Anzug mit der dazu passenden dezenten Krawatte. Nicht in diesem so gepflegt wirkenden Äußeren Erscheinungsbild. Zugegeben, ich war früher auch nicht gerade das Vorzeigemädchen gewesen, aber daß wir uns beide in dieselbe Richtung weiterentwickelt und verändert hatten, das erstaunte mich. Bernd zeigte auf meinen Mund, den ich erst jetzt wieder schloß. 

Mit leicht wackeligen Knien ging ich zu ihm hin und berührte seine Hand. Sofort schoß ein heißer Stromstoß durch meinen ganzen Körper. Wie konnte ich ihn nur damals laufen gelassen haben? Er hatte alles, was eine Frau sich doch nur wünschen konnte. Und nun stand er nach so vielen Jahren wieder vor mir und ich sollte mich mit ihm übers Geschäft unterhalten. Stammelnd brachte ich ein unsicheres “Hallo!” hervor. Und er bot mir gleich einen Platz auf dem Sofa an, das in einer Ecke stand, goß mir, ohne zu fragen, einen Drink ein, reichte ihn mir und setzte sich mir schräg gegenüber hin. Von dort taxierte er mich, ohne vorerst ein Wort zu sagen. Erst nach kurzer Zeit sagte er:
Hallo, Yvonne! Es tut gut, dich wieder zu sehen. Wie geht es dir?”
Ich wollte sagen, es ginge mir gut, das war normal, aber es war auch gelogen. Ein Kloß steckte mir im Hals, ich wollte Bernd wiederhaben, das war mir klar. Aber was war mit ihm? Er saß da so sicher in seinem Sessel und lächelte mich milde an, und ich Karrierefrau hatte nichts anderes zu tun als fast unbewußt zwischen seine Beine zu starren. Was war nur los mit mir? Ich nahm einen tiefen Schluck und schüttelte mich ausgiebig. Das war harter Tobak, den er mir da eingeschenkt hatte. 

Er amüsierte sich über mein Verhalten und begann ein Gespräch mit mir, das gar nichts mit unserem Termin zu tun hatte. Eigentlich hatte ich nur gut zwei Stunden für das Gespräch eingeplant, doch bevor ich mich versah, war ich in der ersten Stunde, in der wir über alte Zeiten plauderten, restlos aufgetaut. Mit Hilfe von Alkohol, das muß ich noch erwähnen. Wir lachten immer lauter, wurden immer hemmungsloser, bald hatten wir auch unsere anfänglichen Berührungsängste überstanden und schlugen einander auf den Arm oder auch schon mal aufs Knie, aber es war immer noch scherzhaft gemeint, obwohl jede seiner Berührungen in mir erotische Wünsche aufsteigen ließ. Was konnte ich tun?
Ich ließ wie unabsichtlich meinen Rock ein wenig höher rutschen, so daß er noch mehr von meinem Bein sah, vielleicht ja auch das Ende meiner Strümpfe mit meiner leicht gebräunten Haut darunter. Auf einmal wurde er still und machte ein sehr ernstes Gesicht. Hatte ich etwas falsch gemacht? Doch weit gefehlt. Er näherte sich mit seinem Gesicht und schaute mich durchdringend an. Ich öffnete meine Lippen, die seinen berührten meine, erst schüchtern, dann preßte er härter und wir gaben uns einen langen, innigen Kuß.
Ich ließ meine Zunge durch seine Zähne schlüpfen und rotierte in seinem Mund wie ein wildgewordener Feger. War es der Alkohol? Es war mir egal, ich wollte Bernd haben, wenn möglich, jetzt gleich noch und ich packte fest mit einer Hand in seinen Schritt. Dort fühlte ich die Bestätigung, ja er wollte mich auch haben. So pochend spürte ich sein Verlangen unter dem dünnen Stoff der Hose, typisch Bernd. 

Er zog noch immer keine Unterwäsche an. Er zog mich hoch und faßte mit beiden Händen um meinen Rücken und ließ sie bis zu meinem Hinterteil hinunterwandern, wo er feste zupackte. Ich drängte mich ihm entgegen. Dabei störte es mich überhaupt nicht, daß ich beinahe den Tisch umkippte und hart dagegenstieß. Ich spürte den Schmerz nur dumpf, so war ich auf den Bereich zwischen meinen Beinen fixiert, der nur noch juckte und kribbelte und sich nach Befriedigung sehnte. Immer noch mit ineinander verschlungenen Zungen legten wir uns auf die Couch. Er griff zielsicher mit einer Hand unter meinen Rock und schob seinen Finger unter meinen Slip und ließ ihn in meine auffangbereite Höhle eintauchen. Ich stöhnte auf.
Das wollte ich haben, genau das! Er löste sich schnell, zog mir wie ein Irrwisch den Slip runter und schob meinen Rock über meine Hüften. Sein Kopf verschwand in meinem Dreieck und sein Mund vollführte dort Sachen, die ich lange nicht mehr gespürt hatte, Währenddessen nestelte er an seiner Hose herum, die bald danach auf seinen Knöcheln lag. Ich aber sah, was ich angerichtet hatte.
Lang und hart stand sein Speer hervor und wartete nur darauf, in mein Königreich zu kommen. Ich öffnete meine Schenkel noch weiter, fühlte seine heiße Haut durch den dünnen Stoff meiner Nylons und konnte es kaum glauben, was mit mir geschah, als er in mich eindrang. Wir waren wie im Rausch und ließen unseren Körpern freien Lauf, denn was nun passierte, konnte niemand mehr kontrollieren. 

Ich schlug mit meinen Absätzen auf seinen Hintern, es mußte ihm wehtun, doch es schien ihn nur noch mehr anzuspornen, es mir zu zeigen, wo die letzten Jahre geblieben waren. Dort nämlich, wo sie hingehörten. Dort, in jenem Teil seines Körpers, das tief in mir wohlige Schauer bei mir auslöste und mich auf eine grandiose Explosion meiner Lust vorbereitete. Ich schrie leise auf, als es soweit war, riß meine Augen weit auf und klammerte mich an seinem Rücken fest, biß fest in seine Schulter und merkte, daß er sich auch nicht mehr halten konnte. Er sollte sich aber nicht beschmutzen, so adrett, wie er mittlerweile war.
So entzog ich mich ihm und nahm ihn tief in den Mund, wo er sich mit ganzer Manneskraft entlud. Ich schmeckte Bernd, wie ich ihn noch nie geschmeckt hatte und ließ mir nichts, aber auch gar nichts entgehen. 

Was immer auch damals gewesen war, weswegen wir uns getrennt hatten, es sollte nicht mehr passieren dürfen. Das schwor ich mir, als ich ihn wieder in meine Arme zog und sanft über seinen Kopf streichelte……..

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